Ein Baseball-Cap für meinen Mann

Seit langem spukte da so eine Idee in meinem Kopf (ihr kennt so etwas sicher): Ein selbstgenähtes Baseball-Cap für meinen Mann.

Er trägt diese „Cäppies“ eigentlich das ganze Jahr über und es ist immer schwer eins für ihn zu finden, weil er gerne welche ohne diesen Knopf oben drauf trägt.

Damals als mir die Idee kam, konnte ich leider nirgendwo einen klassischen Cap-Schnitt finden. Und selbst so einen Schnitt entwerfen, schien mir auch unmöglich. Also hatte ich meine Idee erst einmal auf Eis gelegt…

Doch dann sah ich vorletzte Woche beim Creadienstag diesen Schnitt und habe einen Luftsprung gemacht: Genau auf so einen Schnitt habe ich gewartet!!!

Also gleich das Ebook runtergeladen und dann habe ich auch schon angefangen.

L1050586

Die Stoffauswahl stand ganz schnell fest: eine ausrangierte Hose von meinem Mann sollte für das Probecap herhalten.

L1050583

Dann hatte ich eigentlich vor die ganzen verschiedenen Vliese und Einlagen zu bestellen, doch als mein Warenkorb dann über 20 Euro anzeigte, habe ich es mir noch einmal anders überlegt.

Nach einem ausgiebigen Kramen in der Vliesrestekiste habe ich ein dickes Volumenvlies für die vorderen Mützenteile gefunden und ein dünnes Vlies für das Schweißband.

Die Verstärkung der Seitenteile habe ich aufgrund des recht dicken Stoffes weggelassen.

Die Schirmeinlage habe ich aus einem dünnen Plastik-Eimer-Deckel rausgeschnitten. (Es geht sicher auch eine Eisverpackung oder Ähnliches)

L1050582

Die angegebene Nähzeit (3-4 Stunden) im Ebook hat bei mir bei Weitem nicht gereicht: Ich habe ca. 10 Stunden genäht (ohne Zuschnitt).

Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Cap zu nähen.

Das war einmal wieder eine Herausforderung für mich. Schon beim Zuschnitt durfte ich nicht schlampen und musste alles ganz genau zuschneiden, denn beim Nähren wird alles millimetergenau zusammengenäht.

Und bis zum Schluss blieb es spannend: Kann ich tatsächlich durch den Eimer und 2 lagen Stoff nähen?

Mit einer 110er Jeansnadel und nem Stickgarn als Oberfaden war das überhaupt kein Problem.

Das normale Garn ist andauernd gerissen beim Nähen, Stickgarn eignet sich hierfür hervorragend.

L1050580

Leider hatte ich nur quietschgrünes Garn zur Verfügung und so wurde unfreiwillig bei dem sonst schlichten schwarzen Cap ein Farbakzent gesetzt.

Aber ich finde so siehts noch ein wenig frischer aus…

(Zur Not färbe ich es einfach noch mit einem Textilstift schwarz nach)

L1050588

Mein Mann hat sich sehr über die neue Mütze gefreut und in Gedanken habe ich schon die nächsten in Planung 🙂

Das Tochterkind hat auch schon Bedarf gemeldet…

Aber jetzt plane ich erst einmal etwas Schönes für mich zu nähen und Papa und Tochterkind gehen heute Vormittag zur Musikschule 🙂

Ab damit zum Creadienstag und zu Für Söhne und Kerle und HandemadeonTuesday

Advertisements

11 Gedanken zu “Ein Baseball-Cap für meinen Mann

  1. Biggi schreibt:

    Ist ja cool! Das Grün musst du unbedingt lassen, das sieht klasse aus. Ich bin auch gerade auf der Suche nach einem Cap-Schnitt und bis Größe 63 ist ja echt eine Ansage. Aber 7,99 € ? Und 10 Stunden Nähzeit? Wahnsinn! Sieht aber auch superprofessionell aus. Also gelohnt hat sich der Aufwand auf jeden Fall und ab der 10. Mütze geht’s bestimmt schneller! 😉
    GLG Biggi

    Gefällt mir

    • Silvia Ubben schreibt:

      Danke Biggi!! Der Schnitt ist sehr zu empfehlen. Wenn etwas aus dem Ebook nicht ganz ersichtlich ist, kann man einfach in der Videoanleitung reinschauen und da ist dann alles auch noch einmal erklärt. Der Pres ist für das Kombi-Ebook. Also für Vater Muter und Kind 🙂 Ich glaube nur die Erwachsenenversion ist günstiger. Liebe Grüße Silvia

      Gefällt mir

  2. Pe-Twin-kel schreibt:

    Ja Wahnsinn, bei uns wird auch nur die zu verstellende Variante getragen, ich brauche die allein wegen der Haare, wo sollen die sonst hin. Danke, der Schnitt ist voll an mir vorbeigegangen. Die ist einfach nur genial. Echt war, und für die Erste sowieso. Hut ab, ähm, Mütze ab.
    Liebe Grüße,
    Petra

    Gefällt mir

  3. quiltfru schreibt:

    Also das ist mal ne prima Idee und gut ausgeführt. Gefällt mir. Ich nehme für kleiner Sachen (Tischdecken etc) auch immer Vliesreste, die ich dann stumpf aneinander nähe. Wird das Teil dann nachher gequiltet, ist davon nichts mehr zu merken und man wird den Kram, den man ja so schwer wegwerfen kann, los. LG Birgitt

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s